Das Gottkonzept als Gestalt menschlicher Entwicklung

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Religion und Mystik

In der Linie der menschlichen Entwicklung, besser gesagt: in den vielen Linien möglicher menschlicher Entwicklung, spielt das Gott-Konzept einer jeweiligen Epoche eine wesentliche Rolle. In ihm spiegelt sich gleichsam die kollektive Seele wider, als eine Idealgestalt, die sich zum Ausgangspunkt einer angestrebten Entwicklung macht: für den Einzelnen ebenso wie für die Gemeinschaft.

Dabei sind die wechselseitige Einwirkung von individuellem Streben in seiner Gesamtheit – also oberflächlich erscheinend wie von der Tiefe her motiviert – und dem kollektiven Streben stets zu beachten. Da ist nicht das Eine oder Andere im Vordergrund, nein, das Ganze formt sich zu einer Gestalt, die wir nur im Betrachten in der einen oder anderen Hinsicht auflösen können.

Das Gott-Konzept selbst ist nicht so einfach zu beschreiben, da es sich in vielerlei Vorstellungen und Glaubensinhalte derjenigen auflöst, die zu einer Zeit ihm anhängen – oder auch es ablehnen. Das erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich, ist es aber nicht, wenn man die Gründe für die Ablehnung betrachtet. Zumeist sind es negative Erfahrungen, die Menschen entweder zu Hause, mehr noch aber während der Schulzeit mit Religion oder religiösen Inhalten gemacht haben. Dahinter verbirgt sich aber im allgemeinen eine fast schicksalhafte Abneigung  gegen eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft, die sich allerdings durch eigene Wahl und Entscheidung ändern kann.
Geht man also dem Gott-Konzept nach, so bleibt Einem nur übrig, die allgemeinen Glaubensregeln der Kirchen und die veröffentlichen Werke der Gegenwart zu betrachten, also ein wahrhaft gigantisches Unterfangen. Oder man tut das, was ich hier vorhabe, und bezieht sich  auf einige Gedankengänge, die im Zusammenhang mit den Thema intuitiv 'einleuchten'.

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