Was macht Betriebe krank ?

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Gesunde Systeme

Es scheint mir an der Zeit, mich einem konkreten Thema zuzuwenden, das uns seit den Wendejahren 1989 – 92 wieder besonders am Herzen liegt, wenngleich die erfolgreichen Ansätze zu seiner Lösung, die bis dahin entwickelt wurden, von vielen modernen Ökonomen abgewiesen oder verdrängt werden. Nun fehlt mir selbst der konkrete Bezug und Einblick in durchschnittliche Betriebe, wie sie sich in der modernen Wirtschaft etabliert haben, und obgleich mir das Thema wichtig erscheint, mag ich mich nicht vertun in fahrlässiger Weise und daher nur einige allgemeine Anregungen in Form einer Stoffsammlung geben, die solche wichtigen Punkte aufzeigt, wie sie im Zusammenhang von Betrieb und Mensch und Gesundheit zu behandeln wären.

Betriebsklima umfassend betrachtet

Zunächst zur Begriffsklärung: Was ist gesund oder ungesund im Hinblick auf einen Betrieb oder ein entsprechendes ökonomisches System?

  • Ein ungesundes Betriebsklima herrscht beispielsweise dann, wenn zu viel Druck von oben gemacht wird und keine positive Stimmung aufkommen kann.
  • Wenn man jeden Morgen verzweifelt einen Parkplatz suchen muss, sich aber auch nicht leicht öffentlicher Verkehrsmittel bedienen kann.
  • Der Arbeitsplatz muss dem Beschäftigten angenehm erscheinen.
  • Nicht nur das soziale Klima muss stimmen, sondern es muss in einem größeren Kontext betrachtet werden, den ich als öko-soziales Betriebsklima bezeichnen möchte.

Dazu sind folgende Punkte zu betrachten, die auf den ersten Blick absonderlich erscheinen mögen:

  • Wenn ein Betrieb nicht in die Landschaft passt, frisst er Energie.
  • Der Betrieb muss also mit der Landschaft harmonisiert werden. Dieser Gesichtspunkt spielt zwar bisher keine Rolle, wird aber in Zukunft von Bedeutung sein. Denn ein Betrieb, der nicht in die Landschaft passt, macht sich und anderen das Leben schwer. (abschreckendes Beispiel: das Klinikum in Aachen).

Wenn wir uns dem Studium der Harmonisierung von menschlichen Bauwerken mit der Landschaft zuwenden möchten, brauchen wir nicht von vorn zu beginnen. Es gibt mit FENG SHUI[1] in der östlichen Philosophie bereits eine Lehre, auf die man aufbauen kann. Dabei ist allerdings nicht die verstümmelte esoterischen Lehre gemeint, die heutzutage unters Volk gebracht wird.

Auch wenn wir uns zunächst schwer damit zu tun, solcher Art Anschauung ernst zu nehmen, sollten wir zumindest ansatzweise darüber nachdenken, was im heutigen China hier und da bereits angewandt wird, wenn es um die geografische Zentrierung von Großprojekten geht:

  • Wenn ein Betrieb 'im Wind steht', wird er vom 'Sturm hinweggefegt.' Also Windschatten suchen.
  • Den Betrieb stromlinienförmig machen. Die Energie darf sich an den Gebäuden nicht stauen oder brechen, sie muss hindurchfließen können.

Blockadenstrukturen beachten

Dabei spielt auch die Blockadenstruktur des Betriebes eine mitentscheidende Rolle. Denn die Energieströme (FENG) finden Widerstand an dessen Blockadenstruktur. Folglich ist die Blockadenstruktur eines Betriebes zu diagnostizieren. Solches betrifft den äußeren geografischen Aspekt ebenso wie den inneren baulichen Aspekt. Vor allem aber betrifft es auch die sozialen Bindungen und das Beziehungsgefüge der Belegschaft.

Wir benötigen in Zukunft eine neue Art von Landschaftsarchitekten, die bioenergetisch denken und empfinden können. Denn der landschaftliche Aspekt eines Betriebes oder einer Fabrikanlage kann nicht nur nach allgemeinen Regeln beurteilt werden (die wir noch nicht einmal haben), er muss in seinen Brüchen und Widerwärtigkeiten im Landschaftsbild erspürt und empfunden werden.

Dabei geht es auch um eine unharmonische Energiefärbung des Betriebes, beispielsweise wenn er feurige Energie produziert. Genau genommen, stellt jeder Betrieb von sich aus einen feurigen Wirbel dar - bioenergetisch gesehen. (Genau genommen sogar ein Wirbelfeld). Man vergleiche beispielsweise ein Planungsbüro mit einer Gemäldegalerie oder einer Töpferei oder einem Musikgeschäft.

Häufige Denkprozesse heizen die Energie an. Das Stauen schöpferischer Energie macht Blockaden. Daher sollten Denkprozesse schöpferisch in Handlungen umgesetzt werden.

Hilfreich ist weiterhin, zum Ausgleichen der 'feurigen Energiewirbel' ausreichen viel 'wässrige Energie' zu erzeugen (wie dies beispielsweise in Kernkraftwerken geschieht). Es bedarf also 'schöpferischer Verflüssiger'. Das sind Maßnahmen gestaltender Art, um die feurigen Wirbel, die in nahezu jedem Betrieb in reichem Maße erzeugt werden, zu kompensieren. Dazu gehören alle Gebilde und Bildungen, die das Gefühlsbild des Menschen ansprechen. Da sollten Bild und Gegenbild stimmig sein. Das heißt, dass das innere Bild im Menschen das äußere Bild seiner Umgebung widerspiegelt. So sind Gemäldeausstellungen in Betrieben (insbesondere in Banken) bereits ein beliebtes Mittel, um die Belegschaft zu 'bilden', nicht nur in einer Hinsicht.

Schöpferische Räume schaffen.

Raumgestaltung ist, wie man weiß, ein wichtiges Mittel zur Gesunderhaltung. Aber oft wird sie nach anderen Kriterien ausgeübt, beispielsweise um nach den üblichen Maßstäben Eindruck zu machen. Nun, was andere beeindruckt, muss für den Bewohner nicht vorteilhaft sein, nicht im Sinne der Gesunderhaltung. Also, hier ist ein reiches Betätigungsfeld. Dies ist eine 'Gestalttherapie' im weitesten Sinn. Dabei ist im 'betrieblichen Umfeld' besonders das Verhältnis von Mensch und Maschine zu berücksichtigen - im Sinne einer Harmonisierung der aller schöpferischen Kräfte.

Eine neues FENG SHUI – gleichsam eine bioenergetisch aufgefasste Ästhetik - muss daher entwickelt werden, das den Bedingungen und Anforderungen unserer heutigen Zivilisation entspricht. Das bedeutet, die Harmonisierung der betrieblichen Energien in ihren unterschiedlichen Komponenten mit der Umwelt auf allen Ebenen: mental, emotional und vegetativ!

Kurz zusammengefasst, ist zu beachten:

Feurige Energie ist oft das Problem. Sie muss verflüssigt werden, damit ein harmonischer Ausgleich, eine harmonische Einbindung in das (dynamisch sich verändernde) Umfeld erreicht wird.

Schöpferische Verflüssiger sind das Heilmittel. Sie müssen - individuell angepasst an das, was wünschenswert und möglich ist - gefunden werden.

Bioenergetische Gestaltungstherapie - FENG SHUI in traditioneller Ausdrucksweise – ist zu begreifen als die Lehre von 'Wind und Wasser', symbolisch ausgedrückt, also die Lehre von der Dynamik des schöpferischen Fließens.

Erkennen der Blockadenstruktur ist in allen 'krankhaften Systemen' - Mensch oder Betrieb - die 'analytische Lösung'.

Bleibt als Fazit:

Gesunde Systeme – das ist nur ein Stichwort für Problemkreise, die es heutzutage in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens zuhauf gibt. Der Zeitgeist wandelt sich - schnell. Die Gestaltung unserer schöpferischen Kräfte trägt diesem nicht immer oder nur unzureichend Rechnung. Und so wirken wir oft noch nach althergebrachten Maßstäben, Kriterien, Prinzipien. Wir sollten unser Bewusstsein dafür schärfen, welche Widersprüche sich hier auftun.

Es geht dabei insbesondere um das Erkennen unserer Glaubenssätze und Glaubenssysteme, wie sie sich im sozialen Umfeld - auch und gerade in der modernen Industrie - 'veräußerlichen'. Hier ist ein Betätigungsfeld, das Zukunft hat. Denn - es kann nur der gesund bleiben, der dem Zeitgeist (Entwicklungsdruck oder wie immer man es nennen mag) folgt und nicht im Wege steht.


 1]   Feng Shui (die chinesischen Zeichen dafür bedeuten etwa „Wind und Wasser“) ist ein in China begründeter Teil der taoistischen Philosophie. Ziel dieser Lehre ist eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die durch eine besondere Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht werden soll. Nach Wikipedia.