Raum, Licht und Zeit

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Wissen und Glauben

Es gibt nicht einen fixen Raum, in dem Zeitabläufe stattfinden. Das war die großartige Leistung von Albert Einstein, als er sein neues Bezugssystem – das Licht – aufstellte. Für ihn war LICHT das elementare Fixum und damit die Lichtgeschwindigkeit die elementare Größe. Licht kann nicht in Ruhe sein. Licht ist – physikalisch gesehen – eine ‚elektrische’ oder ‚magnetische’ Erregung, die sich ausbreitet. Erregung ist per se … lebhaft. Nicht in Ruhe. Und Licht ist das ‚Lebhafteste’, das wir kennen, daher ist Lichtgeschwindigkeit die Grenze für die Ausbreitung einer – wie auch immer gearteten – Erregung. Genauer gesagt: einer ‚realen Erregung’. Oder einer realisierbaren (also wahrnehmbaren) Erregung. Sagt zumindest die Relativitätstheorie, die alles auf die Ausbreitung des Lichtes bezieht.

Nun hat aber jede Erregung etwas zu überwinden, das wir allgemein Trägheit nennen könnten. Das kennt wohl jeder, wenn man es mal bildlich nimmt. Physikalisch gesehen, ist es auch richtig, wenn man es mit ‚realen Objekten’ zu tun hat. Diese sind materiell, müssen für den Physiker materiell sein, sonst sind es für ihn keine ‚handhabbaren Objekte’. Liebe beispielsweise ist in diesem Sinne kein physikalisches Objekt. Versteht sich. Ein Gefühl wie Freude ist auch kein physikalisch handhabbares Objekt – obwohl es die Physiologen gerne dazu machen würden, in dem sie nach dem ‚materiellen Substrat’ suchen. Doch das ist etwas anderes.

Wo Trägheit ins Spiel kommt, geht es auch um Materie. Und umgekehrt. Materie ist per se ‚träge’, denn sie besitzt ‚Masse’. Wiederum Einstein hat uns gelehrt, dass auch Licht ‚Masse’ (oder Energie) besitzt. Wie wohl keine Ruhemasse. Klar doch, weil es Erregung ist, die sich ausbreitet. Wenn Erregung abklingt, bleibt nichts übrig, was in Ruhe noch da sein könnte. Licht hat also Masse, Licht hat Trägheit, und damit müsste der Raum, den er sich als ‚Licht-Raum’ dachte, von der Eigenschaft der Trägheit her zu erklären sein. Anders gesagt, wo Masse ist, wird auch die Ausbreitung des Lichtes abgelenkt – und Lichtstrahlen werden krumm! Punkt. Es gibt also auch keinen ‚linearen Raum’ – außer als theoretisches Konstrukt. Das ist, kurz gesagt, die Aussage der ‚Allgemeinen Relativitätstheorie’.

Doch – zur Erinnerung sei gesagt: Hier geht es um physikalische Zeit, um physikalischen Raum, um physikalisches Licht, um physikalische Trägheit … und so fort. Das vergisst man heute allzu gerne und zieht Schlüsse aus Einsteins Theorie, die durch nichts gerechtfertigt sind – als durch die menschliche Phantasie und Überheblichkeit. Gelinde gesagt. Denn:

- Physikalische Objekte sind weder belebt – noch besitzen sie Bewusstsein.

Wir können uns also in allen Aussagen, die das Leben, das Bewusstsein, die erfahrbare Realität usw. betreffen, nicht auf die Physik stützen. Wir dürfen sie allenfalls als Beispiel heranziehen, wie ich das hier tue. Leider muss ich das immer wieder betonen, weil hier in der Darstellung von wissenschaftlichen Erkenntnissen – in den Medien, aber nicht nur – reichlich geschludert wird.

Ich möchte zum RAUM und seinen Eigenarten noch einen Satz hinzufügen, und dann sind wir für heute fertig:

Satz:

Der Raum an sich ist ein Konstrukt, das wir nur brauchen, um uns sicher zu fühlen. Wir brauchen (und gebrauchen) ihn ebenso wie ‚die Zeit’ als Orientierung für unsere Wahrnehmung von Ereignisketten. Das ist gut so, denn so ist es gemacht.

Nicht gut ist allerdings, wenn wir uns auf dieses Konstrukt so abstützen, dass es uns als alleinig gültige Realität erscheint. Und das ist weder der Raum, noch die Zeit, noch das gängige ‚Zeit-Raum-System’. Zeitraum, Zeit-Raum oder Weltraum (was ursprünglich das gleiche war) ist eine Orientierungshilfe für unsere Wahrnehmungen im Wachbewusstsein.

In der Physik nennt man solche Größen ‚Ordnungsparameter’. Mit Recht.

Im Weiteren wird es darum gehen, Ordnungen kennen zu lernen, die sich ‚jenseits’ unserer normalen Wahrnehmung – und damit jenseits unseres normalen Bewusstseins – erstrecken. Und eines der ersten Realitätssysteme, das uns ‚da’ begegnet, ist … der Traum-Raum. Oder der ‚geträumte Raum’. Oder schlicht: das Traum-Realitätssystem. Dazu dann demnächst mehr.