Meine eigene Geschichte

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Wie es geht

Meine eigene Geschichte mit dem Musizieren

 

Das Musizieren war nie ganz aus meinem Leben verschwunden. Es begann mit dem - zugegeben ungeliebten - Geigenunterricht, als ich im zarten Alter von acht Jahren so gerade eine "halbe Geige" halten konnte. Aber nie solange, wie ein konsequentes Üben das erfordert hätte.

 

Die Folge war, dass ich zwar einige Jahre einem wenig motivierten Geigenlehrer in die Hände fiel und dabei wenig Fortschritte machte. Das wurde zwar besser, als ich einige Jahre später eine richtige Geigenlehrerin bekam, doch da war es zu spät für eine Karriere als Geiger - ich stieg aus, als ich alt genug war, um meine Mutter davon zu überzeugen, dass mein Talent nicht so groß war, und mein Interesse noch wenig, um das finanzielle Opfer eines wöchtenlichen Geigenunterrichts zu rechtfertigen.

Die Geige war es also nicht. Immerhin blieb mir ein wenig - oder soviel davon - haften, dass ich zu Weihnachten meine Familie mit einer (wenig geschätzten) Darbietung erfreuen (oder nerven) konnte.

  Als ich 15 Jahre alt war (und das war ich Mitte der Fünfziger Jahre), war die Trompete in. Glen Miller und Co. waren noch präsent, und der Mitternachtsblues war im Kommen. Ein Schulfreund brachte ein Trompetenmundstück mit und zeigte mir, wie man darauf ein wenig Blues spielen konnte. Der St. Louis Blues wurde es zwar nicht, aber es machte Spaß. Soviel immerhin, dass ich anfing, auf eine Trompete zu sparen. Ich gab Nachhilfeuntericht für jüngere Schüler und schaffte es nach einiger Zeit, eine Trompete zu kaufen. Sie war ein wenig billiger, dafür klemmte das dritte Ventil. Und für richtigen Unterricht reichte es nicht - weder Zeit, noch Geld, noch die Motivation. Schließlich verkaufte ich die Trompete und erwarb eine Geige, die ich heute noch besitze (und so gut wie nie spiele).

Inzwischen war die populäre Musik längst von der Gitarre beherrscht. Heute denke ich, dass ich von Anfang an vielleicht mehr Erfolg mit der Gitarre gehabt hätte, denn die musste man nicht unters Kinn klemmen, und man konnte sie spielen, wann immer man mit singfreudigen Freunden zusammentraf - und das war mit einer Geige eben nicht zu machen. Also musste jetzt eine Gitarre her, und das war nicht so einfach, denn inzwischen war ich Student geworden und musste mich irgendwie selbst finanzieren. Trotzdem stottete ich meine erste Gitarre ab - 10 Mark im Monat, das tat damals richtig weh - und hatte schließlich ein Anfängermodell von Framus. Das war nichts Besonderes, aber man konnte darauf spielen. Wenn man konnte. Nun, damals haben sich die meisten das Gitarrespielen wohl selber beigebracht. Ich zumindest traf keinen, der richtigen Unterricht gehabt hatte. Man machte also "Schrumm, schrumm" oder versuchte sich mit dem Folk-Picking, und am Ende war es eben der Spaß am gemeinsamen Singen, der die Mängel des Gitarrespielers mehr als aufwog.

So blieb es nun lange Zeit. Hin und wieder kam die Gitarre zum Ensatz, und mit den einfachen Grundtonarten C-Dur und G-Dur blieb ich vertraut. Nur die Hürde mit den Barré Griffen habe ich nie genommen, und dabei wird es nun wohl bleiben.

Ja, und dann begann meine Geschichte mit dem Didgeridoo. Und die habe ich gesondert aufgeschrieben.