Günther's Didgeridoo Geschichte

Geschrieben von Gü. Veröffentlicht in Selbst Musizieren

 

Auf der Suche nach dem "Grund" - Ton

Wie gesagt, die ersten Töne brachte ich schon bald, nachdem ich das erste Didgeridoo angefertigt hatte, durch das Rohr. Wahrscheinlich war es ein Overblow oder etwas ähnliches. Jedenfalls war es eine Art Ton, wenn auch nicht der Grundton, wie er sein sollte. Den packte ich - wegen des anfänglichen Mißverständnisses - erste am Beginn der dritten Woche. Das kann man besser machen, wenn man einen Lehrer hat. Oder wenn man weiß, worauf es ankommt.

Daher kann ich den Anfängern sagen, was andere wohl auch (irgendwo) gesagt haben. Das mit dem PUBS ist irreführend. Das andere Beispiel trifft es wohl eher, das ich auch gefunden habe: macht es wie die Kinder, wenn sie 'Flugzeug' spielen. Oder irgendwo dazwischen. Es ist ein 'Flappern' (wie David Linder es ausdrückt).

Am Anfang holt man zuviel Luft und donnert sie durch das Rohr. Wenn nichts kommt, bläst man kräftiger. Und wenn man Glück hat, gelingt einem ein schöner Trompetenton. Es regelt also nach der falschen Seite. Umgekehrt wird es richtig. Sachte und mit Gefühl. Meiner Tochter sagte ich, es ist ein leichtes Blasen ... so, wie man auf die Haut bläst, wenn man sich verbrannt hat. Das hat hingehauen. Kaum war ich aus der Tür, hörte ich hinter mir das Didgeridoo dröhnen. Und wieder und wieder. Wenn man es einmal gepackt hat, motiviert das ungeheuer.

Und achtet darauf, dass das Rohr schwingt. Nicht nur ein wenig vibriert, sonder richtig kräftig schwingt, wenn der Ton 'steht'. Klar, dass der Grundton die 'erste Eigenschwingung' eines beidseitig offenen Rohres ist, wie man in der Physikstunde gelernt hat.

Und noch etwas habe ich beobachtet. Es kommt natürlich auf die Stellung der Lippen in der Öffnung des Mundstückes an. 'Schmollmund' nannte es jemand, das trifft es wohl. Und die Lippen locker lassen. Ich beginne meistens noch mit dem leichten 'tfhhh' - also ob man ein kleines Sandkorn ausspucken wollte, wobei die Zungenspitze kurz in die Mundöffnung fährt. Wenn es läuft, geht es auf andere Weise auch. Aber beim ersten Ansetzen habe ich noch immer Schwierigkeiten, die richtige Mundstellung, den richtigen Andruck, die richtige Luftstärke usw. zu finden. Meist dauert es ein paar Sekunden, bis ich wieder das vertraute Vibrieren spüre und der Ton steht.