Günther's Didgeridoo Geschichte

Geschrieben von Gü. Veröffentlicht in Selbst Musizieren

Ein Kunststoffrohr tut's auch

Bei Johannes Schildkamp erfuhr ich, dass man am Anfang auch ein einfaches Rohr aus Kunststoff nehmen könne. Ein Rohr hatte ich auf dem Dachboden, wissen die Götter, wozu es da ist. Es war schon da, als wir in das Haus eingezogen sind. Wie gesagt, es lag da, war nirgends angeschraubt - so weit wollte ich dann doch nicht gehen und die Wasserleitung abmontieren! - und schrecklich dreckig und verstaubt. Es war ein graues Plastikrohr von 4 Zentimeter Durchmesser. Ich habe mir ein Stück von 1 Meter 30 abgesägt und es sauber gemacht. Dabei entdeckte ich, dass es viele kleine Löcher hatte. Aber das hat mich nun nicht mehr aufgehalten, ich habe sie einfach zugeklebt.

Dem Anfänger empfehle ich jedoch, in den Baumarkt zu fahren - was ich schließlich selbst tat. Man bekommt wohl überall Kunststoffrohre von 5 Zentimeter und 7,5 Zentimeter Durchmesser in Standardlängen von 2 Meter und 4 Meter. Damit lässt sich etwas anfangen, das ich nach wie vor brauchbar finde, vor allem deshalb, weil es sehr strapazierfähig ist - der Anfänger möchte sicher sein, dass er nichts kaputt machen kann. Und so lange Rohre haben ein Eigenleben und bleiben an den unmöglichsten Stellen hängen. Klack! Schon wieder eine Ecke ab? Man muß es erst lernen, damit umzugehen. Ich jedenfalls habe einiges (Miß-) Geschick darin, Sachen kaputt zu machen.

Ein Rohr hatte ich also. Was nun? Ich brauche ein Mundstück. Auf den diversen Abbildungen habe ich gesehen, wie es aussehen könnte. Leider finde ich keine Beschreibung darüber, wie man es macht. (Inzwischen weiß ich, das es sie gibt!). Aus Bienenwachs, habe ich gelesen. Bienenwachs zu beschaffen, war kein Problem, ich bekam es auf der 'Ferme' (Bauernhof), die uns täglich mit Milch versorgt. Sie haben außer Käse und Kirsch auch Bienenhonig aus eigener Produktion. Ich bekam ohne weitere Umstände eine großen Riegel Bienenwachs von ca. 1 Kg, in Barrenform gegossen. 'Goldbarren' nannten sie es, und er sah wirklich so wertvoll aus wie Gold. Riechen tat er noch besser.