Indian Love Flute

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Die indianische Flöte

Die genaue Stimmung

rohrflöte1 grundton spec

Wer Wert darauf legt, eine Flöte zu bauen, die auch mit anderen Instrumenten harmoniert, der kommt nicht darum herum, die Flöte nun auf genaue Länge zu bringen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich habe zwei ausprobiert:

  1. erstens: die Stimmung mit einem Programm zur Frequenzanalyse, wie es bereits beschrieben ist (Ich hatte damals CoolEdit96 verwendet, heute gibt es andere Programme, mit denen man Audio aufnehmen und eine Frequenzanalyse machen kann, z. B. Audacitiy).
  1. Zweitens: Die Stimmung nach Gehör. Dazu nimmt man entweder eine Stimmpfeife oder ein anderes Instrument, das eine 'feste' Stimmung besitzt (also besser nicht die Geige). Beispielsweise das Klavier, oder ein Keyboard (habe ich mir vor 10 Jahren für 30 Mark gekauft). Oder man geht zu jemandem mit einer Säge und Feile, der ein solches Instrument besitzt.

Ich mache allerdings gerne vorher noch ein Bell-End, wie ich es von meinen Kunststoff Didgeridoo gewöhnt bin. Das geht ganz einfach - das Rohrende erwärmen (ich mache es über der Gasflamme, über einer Kochplatte geht es auch), bis das PVC plastisch wird (aber bitte nicht zu weich!). Dann stülpe ich das Rohr über Glasflasche und drücke es vorsichtig nach unten. Dabei spreizt es sich auf - und man hat ein schönes, nach außen gebogenes Ende. Ich finde, dass das Rohr so besser klingt, aber vielleicht ist das auch Geschmacksache.

Wenn man die Stimmung vorher macht, muß man damit rechnen, dass der Grundton ein wenig nach oben rutscht (beispielsweise von D4 - 30 nach D4 - 11). Das ist weniger als ein Halbtonschritt, aber vielleicht ist es schon zuviel, wenn man vorher schon am oberen Ende der D-Stimmung war!