Indian Love Flute

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Die indianische Flöte

 

Erste Versuche

Das erste Rohr, das ich zur Hand hatte, war ein 15 mm Durchmesser PVC-Rohr mit geringer Wandstärke (schätze ca. 1mm oder weniger). Ich mach's wieder kurz - es wurde nichts. Dann ging ich in den nächsten Baumarkt und fragte nach PVC-Rohren. Das kleinste Rohr hatte 32 mm Durchmesser. Oho, das war doch viel zu dick. Aber etwas anderes gab es nicht. Also fing ich damit an. Der Bauplan für eine indianische Flöte weicht erheblich von dem ab, was wir von der Blockflöte kennen. Im nächsten Bild zeige ich eine Skizze, die das Prinzip erläutern soll.

a)

 flute construction

b)

 flute construction2
 

Das Prinzip einer Indianischen Flöte aus PVC. a) von der Seite gesehen b) von oben gesehen (Die Position des Deckels ist nur angedeutet). Die Konstruktion ist so einfach wie möglich gehalten.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Der Windkanal liegt offen, wenn man den Deckel entfernt. Von oben gesehen, ist es ein schmaler Schlitz im PVC-Rohr, durch den man den Stopper in voller Länge sieht. Der kritische Luftspalt ist rechts, links sieht man noch eine Ecke des Windkanals. Dieser ist in seinen Abmessungen unkritisch, deshalb kann man die Flöte gut justieren, zumal man mit dem Deckel noch eine weitere Möglichkeit zur Feinjustierung hat.

Ich beschreibe später, wie ich es gemacht habe. Man hat bei dieser Flötenbauweisen weit mehr Möglichkeiten, Fehler zu korrigieren, als bei unserer Blockflöte. Es ist also jedem möglich, eine solche Flöte selbst zu bauen, wenn das Interesse und die Geduld groß genug sind.

Erstaunlich finde ich, dass mit einer solch einfachen Bauweise, zumal aus PVC, ein annehmbar schöner Sound produziert werden kann, der sich bestens mit dem Didgeridoo abstimmen läßt.

Noch einmal das Beispiel einer kleinen Komposition: {play}/imgages/musizieren/sclerarnthus_thema2_indianflute.mp3{/play}