Indian Love Flute

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Die indianische Flöte

 Welcher Loch-Durchmesser?

Die Lage der Löcher hängt auch davon ab, wie groß die Löcher werden sollen. Haben sie schlanke und schmale Finger, oder können sie mit dem Zeigefinger eine Bierflasche luft- und bierdicht verschließen? Ich habe vermutlich durchschnittlich große Finger und ich ziehe größere Löcher vor - man findet sie leichter. Daher strebe ich immer 8 mm große Löcher an, aber mit 6 mm bin ich auch noch zufrieden.

Die ungefähre Lage der sechs Löcher entnimmt man der folgenden Tabelle (sie entspricht in etwa den Vorgaben von Dan Bruner).

     

Grundton
(alle Löcher geschlossen)

D 4

51,4 cm
Abstand: Vom Luftspalt bis zum Rohrende

   

Abstand vom Luftspalt ab gerechnet


1. Loch offen

E

40,2 cm

2. Loch offen

Fis (F#)

34,9 cm

3. Loch offen

G

32,4 cm

4. Loch offen

A

26,9 cm

5. Loch offen

H (engl. B)

23,0 cm

6. Loch offen

Cis (C#)

19,3 cm

(7. Loch auf der Rückseite, falls man die Oktave wie bei einer Blockflöte spielen will.)

B

17,3 cm

     

Zunächst überträgt man die Maße auf das Rohr. Man kann sich das Bohren erleichtern, wenn man die Oberseite des Rohres dort, wo die Bohrungen hin sollen, ein wenig mit der Feile abflacht. Dann greift der Bohrer besser - und wir wollen später die Vertiefung für die Finger doch ein wenig ausformen.

Ich bohre mit einem 4 mm Holzbohrer an und erweitere auf 5 mm. Wegen des dicken Rohres braucht man eine gewisse Lochgröße, sonst kann man keine Tonleiter spielen, die Töne kommen windig und unrein. Aber 5 mm geht schon, 6 mm ist natürlich besser. Die Frage ist, wie genau die Löcher nach den Rohmaßen zu liegen kommen.